Glossar

Wichtige Begriffe kurz erklärt

Hier finden Sie kurz und knapp die wichtigsten Begriffe erläutert, die Ihnen rund um das Thema der kontinuierlichen Glukosemessung begegnen können.

Alarme:

  • Individuell einstellbare Warnmeldungen, die informieren, wenn die Glukosewerte einen festgelegten oberen (Hochalarm) oder unteren Grenzwert (Tiefalarm) erreichen. Sie helfen, Unter- oder Überzuckerungen frühzeitig zu erkennen und rechtzeitig zu reagieren. So können Alarme ein Gefühl der Sicherheit geben. Die Grenzwerte für die Alarme sollten gemeinsam mit dem Diabetes-Team sinnvoll eingestellt werden. Alarme können als Warnton oder als Vibration eingestellt oder komplett ausgestellt werden.

Ambulantes Glukoseprofil (AGP):

  • Auswertungsmöglichkeit der Glukosewerte, bei denen die Daten eines bestimmten Zeitraums (z. B. die letzten 14 Tage) zusammenfassend in einem standardisierten 24-Stunden-Tag dargestellt werden. Dies erleichtert den Überblick über den Glukoseverlauf und die Erkennung von z.B. Glukoseanstiegen nach Mahlzeiten.

App:

  • Abkürzung für „Application Software“, ein Programm, das häufig auf einem Smartphone installiert wird und unterschiedliche Funktionen wie z. B. das Anzeigen von Glukosewerten erfüllen kann.

Auswertungssoftware:

  • Elektronisches Auswertungsprogramm, mit deren Hilfe die kontinuierlichen Glukosewerte ausgewertet werden konnen.

Bewegungsexperimente:

  • Möglichkeit herauszufinden, wie der eigenen Körper auf bestimmte Arten der körperlichen Bewegung reagiert. Durch das CGM können die Glukoseverläufe nach verschiedenen Formen der Bewegung miteinander vergleichen werden.

Basalinsulin:

  • Ein langwirksames Insulin, das den Grundbedarf des Körpers an Insulin über viele Stunden hinweg abdeckt – unabhängig von Mahlzeiten. Es sorgt dafür, dass der Glukosespiegel zwischen den Mahlzeiten und über Nacht möglichst stabil bleibt. Wird ein- oder zweimal täglich gespritzt.

Biofeedback:

  • Biofeedback bezeichnet die Rückmeldung biologischer Werte, z. B. Glukosewerte, in Echtzeit, um das eigene Verhalten gezielt anpassen zu können. Bei Menschen mit Typ-2-Diabetes, die ein CGM nutzen liefern die angezeigten Glukosewerte direktes Feedback über die Auswirkungen von Ernährung, Bewegung oder Stress. So wird sichtbar, wie der Körper reagiert und das eigene Verhalten kann entsprechend angepasst werden. Biofeedback kann enorm motivierend wirken, da dadurch Ergebnisse von z. B. veränderten Verhaltensweisen direkt sichtbar und erlebbar werden.

Bluetooth:

  • Eine drahtlose Verbindungstechnologie. Beim FreeStyle Libre werden die Glukosedaten automatisch per Bluetooth vom Sensor an die App übertragen.

Blutzucker:

  • Blutzucker bezeichnet die Menge an Zucker (Glukose) im Blut. Dies kann entweder in mg/dL oder in mmol/L gemessen werden. Im Unterschied zur Messung mittels CGM-Sensoren, wird direkt im Blut und nicht im Gewebe gemessen.

Blutzuckermessung:

  • Die Blutzuckermessung ist die Bestimmung des aktuellen Glukosewertes im Blut. Dies erfolgt durch die Gewinnung eines Bluttropfens, häufig aus der Fingerkuppe, der auf einen Teststreifen aufgetragen und von einem Blutzuckermessgerät analysiert wird.

BOT:

  • BOT ist keine Abkürzung und steht für Basal unterstützte orale Therapie. Diese Therapieform kombiniert ein langwirksames Basalinsulin zur Grundversorgung des Körpers mit Insulin, mit Tabletten oder nicht insulinhaltigen Medikamenten.

CGM:

  • Abkürzung für das Wort „Kontinuierliche Glukosemessung“ (englisch: „Continuous Glucose Monitoring“).

Cloud:

  • Eine Cloud ist ein Speicherplatz im Internet, auf dem Daten wie z. B. Fotos, Dokumente oder Glukosedaten abgelegt werden können. Der Vorteil: Nutzer, die dafür berechtigt sind, können sich von überall und von jedem Endgerät (z. B. Smartphone, Tablet oder PC) einloggen und die Inhalte nutzen.

Empowerment:

  • Von Empowerment wird gesprochen, wenn Strategien und Maßnahmen vermittelt werden, die es ermöglichen, Interessen eigenmächtig zu vertreten. Das Kontinuierliche Glukosemonitoring bietet Ihnen eine Menge Möglichkeiten, um den Diabetes im Alltag besser selbst zu steuern und die Therapie anzupassen.

Ernährungsexperimente:

  • Möglichkeit herauszufinden, wie der eigenen Körper auf bestimmte Mahlzeiten reagiert. Bei einer Mahlzeit kann ein Bestandteil durch einen anderen ausgetauscht werden, z.B. Dinkelbrot statt Weizenbrot. Durch das CGM können Sie die Glukoseverläufe verschiedener Mahlzeiten miteinander vergleichen und so herausfinden, welche Mahlzeiten bzw. Nahrungsmittel zu eher günstigen oder ungünstigen Glukoseverläufen führen.

Follower-Funktion:

  • Ermöglicht, die Glukosewerte in Echtzeit mit ausgewählten Personen („Followern“) zu teilen. Über die LibreLinkUp-App können Freigaben individuell erteilt oder jederzeit wieder entzogen werden.

Follower:

  • Begriff aus dem Englischen; wörtlich übersetzt „Folger“. Eine Person (z. B. Angehörige oder Betreuungspersonen), die eine Freigabe von Ihnen bekommen hat und die Glukosewerte sowie Alarme auf ihrem eigenen Smartphone mitverfolgen kann.

FreeStyle Libre:

  • Das FreeStyle Libre System besteht aus Sensor und Lesegerät oder Smartphone-App. Es misst kontinuierlich die Glukose (Zucker) in der Gewebsflüssigkeit und zeigt in der App oder auf dem Lesegerät, den aktuellen Glukosewert, die vergangenen Glukosewerte sowie Trends über die zukünftige Entwicklung der Glukosewerte an. Durch Grafiken und Auswertungen kann zudem eine schnelle Einschätzung der eigenen Glukoseeinstellung vorgenommen werden.

FreeStyle Libre-App

  • Häufig als „Libre-App“ bezeichnet. Dient dazu, die Sensordaten direkt auf dem Smartphone anzuzeigen. Sie zeigt aktuelle Glukosewerte, Trends und Alarme an und unterstützt so das tägliche Diabetesmanagement.

FreeStyle LibreView:

  • Eine sichere, webbasierte Plattform zur Speicherung und Auswertung von Glukosedaten – eine Art digitales Tagebuch. Dort können CGM-Daten hochgeladen und mit dem Behandlungsteam geteilt werden.

LibreLinkUp:

  • Eine App für Angehörige oder Betreuungspersonen. Sie ermöglicht es, die Glukosewerte einer Person in Echtzeit mitzuverfolgen, wenn diese die Freigabe hierfür erteilt.

Gewebezuckermessung:

  • Messung der Glukose im Unterhautfettgewebe, welches mit Flüssigkeit gefüllt ist und Zucker (Glukose) enthält. Wird die Glukose dort gemessen spricht man von „interstitieller Glukosemessung“ oder „Gewebezuckermessung“. Die Glukosewerte sind besonders bei absteigenden oder fallenden Glukosewerten im Vergleich zur Messung des Zuckers im Blut etwas „verzögert“, da sich der Zucker erst über das Blut im Körper verteilen muss und somit auch in das Gewebe gelangt.

Glukose-Checks:

  • Glukose-Checks sind praktische Übungen, um herauszufinden, wie bestimmte Nahrungsmittel oder Formen von Bewegung die Glukose beeinflussen. Siehe auch „Ernährungsexperimente“ und „Bewegungsexperimente“.

Glukosevariabilität:

  • Begriff, der beschreibt, wie stark die Glukosewerte im Tagesverlauf schwanken. Durch die Anzeige des Verlaufs vergangener Glukosewerte in der App oder auf dem Lesegerät sind Glukoseschwankungen direkt sichtbar. Glukoseschwankungen sind normal und treten auch bei Menschen ohne Diabetes auf, z. B. wenn kohlenhydrathaltige Nahrungsmittel gegessen werden. Allzu große Schwankungen sollten jedoch vermieden werden.

GMI:

  • Abkürzung für „Glukose-Management-Indikator“. Basiert auf dem Durchschnitt aller Glukosemessungen über einen längeren Zeitraum und wird ständig aktualisiert. Ein vergleichbares Maß zum HbA1c-Wert.

HbA1c-Wert:

  • Der Hämoglobin-A1c-Wert gibt die durchschnittliche Blutzuckerkonzentration der letzten 8–12 Wochen an und ist damit eine Art Blutzuckerlangzeitgedächtnis des Körpers. Wichtiger Kontrollwert, der einmal im Vierteljahr im Labor bestimmt werden sollte.

Hochalarm:

  • Warnt, wenn der Glukosespiegel einen voreingestellten oberen Schwellenwert (z. B. 240 mg/dL bzw. 13,3 mmol/L) überschreitet. Somit kann reagiert werden, bevor die Werte weiter ansteigen oder eine gefährliche Entgleisung (Ketoazidose) entsteht.

Hormon:

  • Körpereigener Botenstoff, wie beispielsweise das Insulin, welcher in Drüsen hergestellt wird und im Körper bestimmte Informationen weiterleitet.

Hyperglykämie:

  • Anderes Wort für Überzuckerung. Bezeichnet einen erhöhten Glukosegehalt im Körper.

Hypoglykämie:

  • Anderes Wort für Unterzuckerung. Bezeichnet einen erniedrigten Glukosegehalt im Körper. Von einer Unterzuckerung spricht man bei Glukosewerten unter 70 mg/dL bzw. 3,9 mmol/L. Eine Unterzuckerung kündigt sich zumeist durch Anzeichen wie Schwitzen, Zittern oder Heißhunger an und muss sofort behandelt werden. Am besten schnell wirksame Kohlenhydrate wie Traubenzucker, Fruchtsaft oder normale Cola zu sich nehmen. Kann nur auftreten, wenn eine Insulintherapie durchgeführt wird.

Insulin:

  • Hormon, das in der Bauchspeicheldrüse gebildet wird und die Aufgabe hat, den Zucker (Glukose) in die Körperzellen zu schleusen, damit diese daraus Energie gewinnen können.

Interstitielle Glukosemessung:

  • vgl. Gewebezuckermessung.

KE/BE:

  • Maßeinheit für die Berechnung des Kohlenhydratanteils von Nahrungsmitteln. Abkürzung für Kohlenhydrateinheit (KE) bzw. Broteinheit oder Berechnungseinheit (BE). Eine KE/BE enthält 10–12 g Kohlenhydrate.

Ketoazidose:

  • Schwere und sehr gefährliche Stoffwechselentgleisung bei einer Überzuckerung (Hyperglykämie), gekennzeichnet durch einen absoluten Insulinmangel. Geht mit sehr stark erhöhten Glukosewerten über 240 mg/dL bzw. 13 mmol/L und einer Übersäuerung des Blutes durch Ketonkörper einher. Eine Ketoazidose sollte so schnell wie möglich behandelt werden, da sie zu einem diabetischen Koma führen kann. Am besten rechtzeitig den Arzt informieren.

Lesegerät:

  • Mit dem Lesegerät werden die gemessenen Glukosewerte des Sensors elektronisch erfasst und auf dem Display angezeigt. Weitere Anzeigen auf dem Lesegerät sind der Trendpfeil, der die wahrscheinliche Entwicklung der Glukose in den nächsten ca. 15 Minuten anzeigt, und der Glukoseverlauf der letzten Stunden. Des Weiteren können auf dem Lesegerät weitere Auswertungen betrachtet werden.

Median:

  • Statistisches Maß für die Bestimmung des mittleren Glukosewertes. Bei einer Auflistung von Zahlenwerten ist der Median der Wert, der an der mittleren (zentralen) Stelle steht, wenn man die Werte der Größe nach sortiert. Im Vergleich zum Mittelwert gehen bei der Berechnung des Medians Ausreißer nicht so stark in die Berechnung ein.

mg/dL:

  • Milligramm pro Deziliter. Gebräuchliche Maßeinheit für den Glukosewert. Beim Glukosewert entspricht 1 mg/dL etwa 0,06 mmol/L.

Mittelwert:

  • Statistischer Durchschnitt aller Werte einer Verteilung, wird umgangssprachlich auch als „Durchschnittswert“ bezeichnet.

Mittlerer Glukosewert:

  • Durchschnittswert aller gemessenen Glukosewerte eines gewählten Zeitraums (z. B. 7, 14 oder 30 Tage).

mmol/L:

  • Millimol pro Liter. Internationale Maßeinheit für den Glukosewert. Beim Glukosewert entspricht 1 mmol/L etwa 18 mg/dL.

mmol/mol:

  • Millimol pro mol. Neue internationale Maßeinheit für den HbA1c-Wert. Die Umrechnungsformel lautet: HbA1c (mmol/mol Hb) = (HbA1c[ %] – 2,15) x 10,929.

Muster:

  • Wiederkehrende Glukoseverläufe zu bestimmten Zeitpunkten.

Notizfunktion:

  • Mit der Notizfunktion in der App können Mahlzeiten, Bewegung, Insulingaben oder besondere Ereignisse dokumentiert werden. So lassen sich Zusammenhänge zwischen Verhalten und Glukoseverlauf besser erkennen.

Nüchtern-Glukose:

  • Glukosewert am Morgen nach dem Aufstehen, vor einer Nahrungsaufnahme.

Postprandialer Glukoseverlauf (pp-Verlauf):

  • Verlauf der Glukosewerte nach einer Mahlzeit.

Praxis-ID:

  • Die Praxis-ID ist ein individueller Code der behandelnden Praxis (8- bis 16-stelliger Code). Mit ihr können Glukosedaten sicher mit dem Behandlungsteam geteilt werden. Durch Eingabe des Codes wird die behandelnde Praxis eindeutig identifiziert und sichergestellt, dass nur diese Praxis die Glukosedaten sieht.

Sensor:

  • Messfühler, der unter der Haut die Glukose in der Gewebsflüssigkeit misst.

Sensornutzung:

  • Ein Maß, das beschreibt, wie konsequent der Sensor getragen und verwendet wird und wie viele Daten von dem Sensor an die App oder das Lesegerät übertragen werden konnten. Eine hohe Nutzungsrate sorgt für vollständige Daten und aussagekräftige Auswertungen.

Signalverlust-Alarm:

  • Warnt, wenn die Verbindung zwischen Sensor und Lesegerät oder zwischen Sensor und App für mehr als 20 Minuten unterbrochen ist; z. B. wenn die Entfernung zwischen Sensor und Smartphone größer als 10 Meter ist.

Smartphone:

  • Mobiltelefon (umgangssprachlich „Handy“) mit Funktionen eines Computers, welche die Möglichkeiten haben, komplexe neue Programme („Apps“) zu installieren, welche die Funktionen des Smartphones erweitern.

Tagesdiagramm:

  • Das Tagesdiagramm zeigt den Glukoseverlauf eines Tages in grafischer Form. Es hilft, den Glukoseverlauf während der Nacht, Glukoseanstiege nach den Mahlzeiten oder Unterzuckerungen auf einen Blick zu erkennen.

Tagesmuster:

  • Möglichkeit der Auswertung der Glukosewerte, indem die Glukosewerte über mehrere Tage innerhalb eines frei wählbaren Zeitraumes (z. B. 7, 14 oder 30 Tage) grafisch zusammengefasst werden.

Tiefalarm:

  • Warnt, wenn der Glukosespiegel einen voreingestellten unteren Schwellenwert unterschreitet (z. B. 70 mg/dL bzw. 3,9 mmol/L). Somit kann reagiert werden, bevor die Werte weiter abfallen und eine Unterzuckerung durch die Einnahme schnell-wirksamer Kohlenhydrate vermieden werden.

Time above Range (TAR):

  • Englischer Begriff für “Zeit oberhalb des Zielbereichs“. Anteil (Prozent) der Glukosewerte, die über 180 mg/dL bzw. 10 mmol/L liegen. Dieser Anteil sollte so klein wie möglich sein, idealerweise kleiner als 25-30%.

Time below Range (TBR):

  • Englischer Begriff für “Zeit unterhalb des Zielbereichs“. Anteil (Prozent) der Glukosewerte, die unter 70 mg/dL bzw. 3,9 mmol/L liegen. Dieser Anteil sollte so klein wie möglich sein, idealerweise kleiner als 4%.

Time in Range (TIR):

  • Englischer Begriff für „Zeit im Zielbereich“. Ausgedrückt wird dieser als der Anteil (Prozent) der Glukosewerte, der zwischen 70 und 180 mg/dL bzw. 3,9 und 10 mmol/L liegt. Auf dem Lesegerät oder der Auswertungssoftware werden in einem Säulendiagramm der prozentuale Anteil aller ermittelten Glukosewerte im Zielbereich anzeigt. Es gilt: Je mehr Zeit im Zielbereich, je weniger Werte unter- oder oberhalb dieses Bereichs liegen, desto besser ist die Stoffwechseleinstellung.

Titration:

  • Anpassung der Dosis des Basalinsulins aufgrund der Glukosewerte.

Trendpfeile:

  • Pfeile als grafische Darstellungen auf dem Lesegerät, die anzeigen, wie sich die Glukose in der nächsten Zeit voraussichtlich verändern wird. Dabei sind fünf Richtungen möglich: steigender Trend, stark steigender Trend, fallender Trend, stark fallender Trend sowie gleichbleibender Trend.
  • Trendpfeil, gleichbleibend:

  • Anzeige, dass die Glukose in den nächsten Minuten relativ konstant bleiben wird; z. B. um weniger als 1 mg/dL bzw. 0,06 mmol/L pro Minute sinken oder steigen wird.

Trendpfeil, fallend:

  • Anzeige, dass die Glukose in den nächsten Minuten sinken wird; z. B. um ca. 1 – 2 mg/dL bzw. 0,06 – 0,11 mmol/L pro Minute – auf 15 Minuten bezogen wird die Glukose um ca. 15 – 30 mg/dL bzw. 0,8 – 1,6 mmol/L abfallen.

Trendpfeil, stark fallend:

  • Anzeige, dass die Glukose in den nächsten Minuten sehr stark sinken wird; z. B. um mehr als 2 mg/dL bzw. 0,11 mmol/L pro Minute – auf 15 Minuten bezogen wird die Glukose um mehr als 30 mg/dL bzw. 1,6 mmol/L abfallen.

Trendpfeil, steigend:

  • Anzeige, dass die Glukose in den nächsten Minuten ansteigen wird; z. B. um ca. 1 – 2 mg/dL bzw. 0,06 – 0,11 mmol/L pro Minute – auf 15 Minuten bezogen wird die Glukose um mehr als 15 – 30 mg/dL bzw. 0,8 – 1,6 mmol/L ansteigen.

Trendpfeil, stark steigend:

  • Anzeige, dass die Glukose in den nächsten Minuten sehr stark ansteigen wird; z. B. um mehr als 2 mg/dL bzw. 0,11 mmol/L pro Minute – auf 15 Minuten bezogen wird die Glukose um mehr als 30 mg/dL bzw. 1,6 mmol/L ansteigen.

Typ-1-Diabetes:

  • Bei Menschen mit Typ-1-Diabetes kommt es zu einem völligen Versagen der körpereigenen Insulinproduktion (absoluter Insulinmangel). Insulin muss von außen zugeführt werden, z. B. durch manuelles Spritzen mit einem Insulinpen oder durch die automatische Abgabe mit einer Insulinpumpe.

Typ-2-Diabetes:

  • Rund 90 % aller Menschen mit Diabetes erkranken an Typ-2-Diabetes. Zwar wird bei dieser Form des Diabetes vom Körper noch Insulin produziert, allerdings reicht die Menge aufgrund eines Verlusts der Insulinwirkung nicht aus, um die Glukose zu normalisieren. Die Wirksamkeit des Insulins kann durch die richtige Form der Ernährung, Gewichtsreduktion, körperliche Bewegung und Tabletten gesteigert werden. Aber auch eine Insulintherapie kann nach einiger Zeit notwendig werden.

Überzuckerung:

  • Gebräuchliches Wort für Hyperglykämie (siehe Hyperglykämie).

Unterzuckerung:

  • Gebräuchliches Wort für Hypoglykämie (siehe Hypoglykämie).

Vibrationsalarm:

  • Ein Vibrationsalarm ist eine lautlose Warnfunktion der FreeStyle Libre-App. Das Smartphone vibriert, wenn Glukosewerte zu hoch oder zu niedrig sind.

Zeit im Zielbereich:

  • Deutscher Ausdruck für Time in Range (siehe Time in Range).

Zeit unterhalb des Zielbereichs (Niedrig-Bereich):

  • Anteil (Prozent) der Glukosewerte, die unter 70 mg/dL bzw. 3,9 mmol/L liegen. Dieser Anteil sollte so klein wie möglich sein, idealerweise kleiner als 4%.

Zeit oberhalb des Zielbereichs (Hoch-Bereich):

  • Anteil (Prozent) der Glukosewerte, die über 180 mg/dL bzw. 10 mmol/L liegen. Dieser Anteil sollte so klein wie möglich sein, idealerweise kleiner als 25-30%.

Zielbereich:

  • Bereich, in dem sich die Glukosewerte vor und nach dem Essen befinden sollten, um eine gute Stoffwechseleinstellung zu erreichen. Empfohlen wird ein Bereich von 70 – 180 mg/dL bzw. 3,9 – 10,0 mmol/L (aus individuellen Gründen kann auch ein anderer Bereich sinnvoll sein).