Claudia

Kontinuierliche Messung der Glukose

24/7 Sicherheit durch Alarme

Bei Menschen mit Diabetes können stark erhöhte Glukosewerte auftreten. Bei einer Insulintherapie kann es auch zu gefährlichen Unterzuckerungen kommen. Dank der Alarmfunktionen von CGM können diese vermieden werden.

In diesem Modul geht es darum, welche Alarme es bei CGM gibt und welche Alarmgrenzen für Sie sinnvoll sind.

Guido hat Kopfschmerzen

Die Alarmfunktion ist eine Art Frühwarnsystem, das Sie frühzeitig benachrichtigt, bevor es kritisch wird. Wenn sich Ihre Glukosewerte also in gefährliche Bereiche bewegen, alarmiert Sie der FreeStyle Libre. So haben Sie genügend Zeit zu reagieren und Über- oder Unterzuckerungen zu vermeiden.

Ihre Wahl

Sie können selbst entscheiden, ob und welche Alarme Sie aktivieren möchten. Die Alarmfunktion lässt sich ganz einfach ein- und ausschalten. Auch die Lautstärke können Sie selbst bestimmen. Sie können auch entscheiden, ob Sie mit einem Ton oder einem diskreten Vibrationsalarm alarmiert werden möchten. Alternativ können Sie sich den Alarm auf einer Smartwatch anzeigen lassen.

Vor allem Menschen mit Diabetes, die Insulin spritzen, können von den Alarmen profitieren. Die Alarme können mehr Sicherheit im Umgang mit Insulin und bei der Anpassung der Insulindosierung geben.

Generell sind Alarme besonders sinnvoll, wenn es häufig zu niedrigen Glukosewerten (unter 70 mg/dL bzw. 3,9 mmol/L) oder hohen Glukosewerten (über 240 mg/dL bzw. 13,3 mmol/L) kommt. Bevor Sie die Alarme aktivieren, könnte es daher sinnvoll sein, sich erst einmal die eigenen CGM-Kurven anzuschauen, wie häufig es zu solchen Werten bei Ihnen kommt und dann zu überlegen, welchen Alarm Sie aktivieren.

Frauke (57 Jahre), Typ-2-Diabetes, keine Insulintherapie

» gelb
Kürzlich konnte ich auf einer Feier dem leckeren Buffet nicht widerstehen, bis der Hoch-Alarm meines CGM mir signalisierte, dass ich mich mäßigen sollte.
Display Hochalarm

Der „Hochalarm“

Stark erhöhte Glukosewerte können die kleinen und großen Blutgefäße vom Gehirn bis hin zu den Füßen schädigen und sollten daher nach Möglichkeit vermieden werden. Der „Hoch-Alarm“ benachrichtigt Sie, wenn Ihr Glukosespiegel einen voreingestellten oberen Schwellenwert (z. B. 240 mg/dL bzw. 13,3 mmol/L) überschreitet. Dann können Sie reagieren, bevor die Werte weiter ansteigen oder eine gefährliche Entgleisung (Ketoazidose) entsteht.

Wichtig ist es, nach den Ursachen für einen Hochalarm zu suchen.

  • Haben Sie eventuell zu viele (schnellwirksame) Kohlenhydrate zu sich genommen?
  • Sind Sie sehr gestresst?
  • Sind Sie krank oder haben Sie Fieber?
  • Wenn Sie Insulin spritzen, haben Sie es auch tatsächlich gespritzt?
  • Reicht die Insulindosis aus? Sollte es vermehrt zu Hochalarmen kommen, könnte dies ein Zeichen dafür sein, dass Sie Ihre Therapie anpassen sollten. Besprechen Sie dies unbedingt mit Ihrem Diabetesteam.

»Der Hochalarm lässt sich zwischen 120 – 400 mg/dL (6,7 – 22,2 mmol/L) einstellen.«

Display Niedrigalarm

Der „Tiefalarm“

 »Den Tiefalarme können Sie zwischen 60 – 100 mg/dL (3,3 – 5,6 mmol/L) einstellen.«

Das sollten Sie bei einem Tiefalarm tun:

  • Bei Werten unter 70 mg/dL: Achtung, Unterzuckerung! Nehmen Sie unverzüglich zwei schnell wirksame KE/BE zu sich (z. B. Traubenzucker, zuckerhaltige Limonade/Fruchtsaft – keine Light-Produkte!), damit der Glukosewert schnell wieder ansteigt.
  • Überprüfen Sie anschließend, ob der Glukosewert ansteigt. Bitte beachten Sie, dass es einen Moment dauern kann, bis der Anstieg der Glukose nach dem Essen oder Trinken der Hypo-KE/BE sichtbar wird, da CGM den Glukosewert in der Gewebeflüssigkeit misst, der dem Zuckerwert im Blut um etwa 10–15 Minuten hinterherhinken kann.
  • Bei Werten zwischen 70 mg/dL bzw. 3,9 mmol/dl und 100 mg/dL bzw. 5,6 mmol/L: Je nachdem, wie niedrig Ihr Glukosewert ist, kann es sinnvoll sein, eine kleine Menge schnellwirksamer KE/BE, z. B. einen Saft, zu sich zu nehmen, um ein weiteres Absinken der Glukose zu verhindern.

Der Signalverlust-Alarm

Wenn die Verbindung zwischen Sensor und Empfangsgerät unterbrochen ist, wird dies durch einen Alarm angezeigt. Dies kann daran liegen, dass die Entfernung zwischen Sensor und Smartphone größer als 10 Meter ist. Es kann aber auch vorkommen, dass die App kurzzeitig keine Glukosewerte empfangen kann, beispielsweise in einer Sauna aufgrund der hohen Temperaturen. Wenn dies über einen Zeitraum von mehr als 20 Minuten passiert, wird der Signalverlust-Alarm ausgelöst. Aber keine Angst: Der Sensor speichert die Messwerte trotzdem, sodass keine Glukosewerte „verloren“ gehen.

Heike (72 Jahre), Typ-2-Diabetes, Insulintherapie

» gelb
Seit ich das CGM trage, schlafe ich viel entspannter. Der Alarm weckt mich, wenn meine Werte niedrig sind. Nachdem ich schon einmal eine Unterzuckerung in der Nacht hatte, fühle ich mich mit CGM jetzt viel sicherer.

Testen Sie Ihr Wissen

Wozu dient die Alarmfunktion beim CGM?
 
 
 
Zwischen welchen Werten lässt sich der Tiefalarm einstellen?
 
 
 
Was sollte man bei einem Glukosewert unter 70 mg/dL (3,9 mmol/L) tun?
 
 
 
Warum kann der Glukosewert im CGM dem Blutzuckerwert zeitlich etwas hinterherhinken?
 
 
 
Wann wird der Signalverlust-Alarm ausgelöst?